
Die Kreuzigung
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Die Geschichte
Als der schwedische Kunsthistoriker Osvald Sirén diese Kreuzigung im Mai 1921 in München kaufte, galt sie als Werk eines namenlosen Italieners aus der Zeit um 1400. Sirén kannte die Florentiner Malerei gut, er hatte über Giotto und dessen Nachfolger geschrieben. Die Galerie Julius Böhler hatte die Tafel erst im März vom Berliner Kunsthändler Paul Cassirer übernommen, so steht es auf der Karteikarte des Münchner Hauses.
Heute führt das Museum of Fine Arts sie unter dem Namen Bernardo Daddi und datiert sie vor 1328, also gut 70 Jahre früher als beim Verkauf angenommen. Auf etwa 40 mal 32 Zentimetern hängt Christus vor dem Goldgrund am Kreuz, unten stehen die Trauernden.
1923 gab Sirén die Tafel für 3.750 Dollar nach Boston ab. In einem Brief an das Museum schrieb er 1936, er habe sie irgendwann während des Ersten Weltkriegs bei Böhler erworben, über frühere Besitzer habe man ihm nichts gesagt.




