
Der tote Christus
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Die Geschichte
Vor diesem Bild, schreibt der Louvre, kommt man nicht umhin, an Hans Holbeins toten Christus in Basel zu denken. Auch Philippe de Champaigne legt den Leichnam fast waagerecht auf eine Steinplatte mit weißem Leichentuch, ganz allein, ohne Trauernde, die Dornenkrone neben dem Kopf. Am Rand der Platte stehen, wie eingemeißelt gemalt, zwei Verse aus dem Römerbrief des Paulus: Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, sind in seinen Tod getauft und mit ihm begraben durch die Taufe. Einen Auftrag gab es nicht. Die Tafel stand bei Champaignes Tod 1674 noch in seinem Haus, für den Louvre das Zeichen eines sehr persönlichen Werks, und ein Stich von 1654 zeigt, dass sie damals schon fertig war. Später kam sie wohl in das Kloster Port-Royal-des-Champs, wo sie 1693 im Kreuzgang hing. Im Oktober 1709, als Ludwig XIV. die letzten Nonnen vertreiben ließ, wurde sie in das Pariser Haus des Klosters gebracht.




