
Giotto · PD
Christus in der Vorhölle
Details
Die Geschichte
Nach christlicher Überlieferung stieg Christus nach seinem Tod am Kreuz in die Vorhölle hinab, an den Rand der Unterwelt, um die Gerechten zu befreien, die vor seinem Kommen gestorben waren. Die Hölle ist hier ein felsiger Berg, an dem Dämonen die Verdammten quälen. Christus tritt aus einer doppelt gewölbten Öffnung im Fels, die Kreuzesfahne in der Hand, und zieht die Patriarchen des Alten Testaments aus dem Dunkel. Die Tafel gehörte einst zu einem einzigen langen Altarbrett mit sieben Szenen. In der Erzählung folgte sie auf die Beweinung des toten Christus, die heute in Florenz ist, und ging dem Pfingstbild voraus, das in London hängt. Die übrigen Teile verteilen sich auf München, New York und Boston. Über das Datum sind sich die Besitzer nicht einig. München setzt die Folge vor 1312 oder 1313 an, die National Gallery in London um 1310 bis 1318, andere Forscher erst in die 1320er-Jahre.




