
Der Disput des heiligen Stephanus
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Die Geschichte
Die Wollweber von Venedig hatten ihre eigene Bruderschaft bei der Kirche Santo Stefano, und zwischen 1511 und 1520 ließen sie sich von Carpaccio fünf große Leinwände über das Leben ihres Schutzpatrons malen, für die Räume, in denen sie zusammenkamen. Hier verteidigt Stephanus seine Sache vor den Ältesten des Hohen Rats. Carpaccio hat im Bild signiert und datiert, VICTOR CARPATHIUS PINXIT, dazu die Jahreszahl 1514. Die Stadt im Hintergrund ist erfunden, eine orientalische Architektur, zusammengesetzt aus Druckgrafik und aus dem, was er in Venedig sah. Die Köpfe in der vorderen Reihe sind Mitglieder der Bruderschaft, nach dem Leben gemalt, daneben drei Gelehrte mit Turban. 1806, als die Franzosen die venezianischen Ordenshäuser aufhoben, wurde der Zyklus aufgelöst und verstreut. Die übrigen erhaltenen Leinwände hängen heute in Berlin, in Paris und in Stuttgart.




