
Kaiser Domitian
Details
Die Geschichte
Zwischen 1536 und 1540 malte Tizian für Federico Gonzaga, den Herzog von Mantua, elf römische Kaiser als Halbfiguren für einen Raum des herzoglichen Palastes. Der antike Biograf Sueton hatte die Leben von zwölf Caesaren beschrieben, also fehlte einer, und 1562 ergänzte der Cremoneser Maler Bernardino Campi den letzten, Domitian. Als Domenico Fetti ein halbes Jahrhundert später Hofmaler in Mantua wurde, hing die ganze Reihe noch dort.
Der Louvre hält dieses Bild, ebenso wie sein Gegenstück, einen Kaiser Titus in der Sammlung Schönborn in Pommersfelden, für eine wahrscheinliche Kopie nach jener Serie. Dann wäre das Vorbild dieses Kaisers ein Werk Campis gewesen, nicht Tizians. Die Originale gibt es nicht mehr. Sie verließen Mantua, als die Gonzaga ihre Gemäldesammlung verkauften, gelangten in den königlichen Palast von Madrid und verbrannten dort 1734. Kopien wie diese gehören deshalb zu dem, wodurch man die Serie heute kennt. Irgendwann wurde die Leinwand an allen vier Seiten um einige Zentimeter vergrößert. Ludwig XVI. kaufte sie 1777 auf der Pariser Versteigerung der Sammlung des Prinzen von Conti.




