
Der Auszug aus Missolunghi
Details
Die Geschichte
Nach fast einem Jahr Belagerung gab es in Messolongi nichts mehr zu essen. In der Nacht vom 10. auf den 11. April 1826 versuchten die Eingeschlossenen, durch die osmanischen und ägyptischen Linien auszubrechen. Etwa 10.500 Menschen waren in der Stadt, rund 1.500 kamen durch.
Vryzakis malte das 27 Jahre danach, und er malte es als Martyrium. Unten der Ausbruch, Kämpfer auf einer Holzbrücke, die Fahne darüber, im Graben darunter die Toten und Verwundeten, rechts steigen osmanische Soldaten schon die Leitern herauf. Die obere Hälfte gehört ihm allein, Christus thronend in einer goldenen Wolke, Engel mit Palmzweigen und Kränzen.
Das Bild hat er dreimal gemalt. Die Fassung der Universität Athen wurde 1926 zur Hundertjahrfeier nach Messolongi ausgeliehen und verbrannte dort 1929 beim großen Stadtbrand zusammen mit der Fassung der Stadt. Die Leinwand, die hier hängt, tauchte erst viel später in der griechischen Botschaft in Rom auf. Bekannt war die Komposition zu dem Zeitpunkt längst als Lithografie, 1856 in Paris gedruckt.



