
Jean-Baptiste Greuze · PD
Der väterliche Fluch - Der undankbare Sohn
Details
Die Geschichte
Greuze malt diese Szene 1777, als in Frankreich der Sinn für Gefühl und häusliche Tugend in Mode ist und der Kritiker Diderot seine Bilder wie Theaterstücke rühmt. Hier, in einem ärmlichen Haus, beschließt ein Sohn, der die Familie ernährte, sich zum Heer zu melden und die Seinen zu verlassen. An der Tür wartet ein Werber. Der Vater, in seinen Sessel gesunken, hebt den Arm, um ihn zu verfluchen, während Mutter und Geschwister ihn zurückzuhalten versuchen. Alles ist wie ein Drama auf der Bühne angeordnet, mit betonten Gesten, die rühren sollen. Es ist der erste Teil eines Bilderpaares: Im zweiten, im Jahr darauf gemalt, kehrt der Sohn genau in dem Augenblick zurück, in dem der Vater gerade gestorben ist.




