
Hugo Simberg · PD
Der Garten des Todes
Details
Die Geschichte
Hugo Simberg war erst 23 Jahre alt, als er 1896 dieses kleine Blatt in Aquarell und Gouache malte, nicht größer als eine Postkarte. Es zeigt drei Skelette in schwarzen Kutten, die behutsam kümmerliche Topfpflanzen pflegen. Der Tod tritt hier als geduldiger Gärtner auf. Simberg erklärte, dies sei der Ort, an den die Toten gelangen, bevor sie in den Himmel kommen, und jede Topfpflanze sei eine menschliche Seele, die auf ihre Verwandlung wartet. Das Motiv ließ ihn nicht mehr los. Zehn Jahre später griff er es wieder auf und malte es als großes Fresko an die Wand des Doms von Tampere, wo die Skelette nun in Lebensgröße ihren stillen Garten bestellen.
