
Der Riese Polyphem
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Die Geschichte
1636 bestellte Philipp IV. bei Rubens etwa 60 mythologische Bilder für die Torre de la Parada, sein Jagdhaus in den Wäldern vor Madrid. Die kleinen Ölskizzen malte Rubens selbst, die großen Ausführungen überließ er meist anderen Antwerpener Malern, und 1638 traf die Lieferung in Spanien ein. Die Leinwand mit Polyphem, die Jan Cossiers dafür malte, ist verschollen. Von der Erfindung blieb dieses Täfelchen von rund 27 Zentimetern Höhe, eine Kopie nach Rubens' Skizze. Der geblendete Riese watet ins Wasser, den Felsblock über dem Kopf, und links greifen ein paar winzige Gestalten in die Ruder eines Bootes, das ihm entkommen ist. Bis 1972 führte der Prado die Tafel als Werk von Rubens. 1889 war sie als Geschenk der Herzogin von Pastrana ins Museum gekommen.



