
Giovanni Battista Tiepolo · PD
Die Verherrlichung der Familie Barbaro
Details
Die Geschichte
Zum Hinaufschauen ist das gemalt. Um 1750 sass es in der Mitte einer Bibliotheksdecke, im Palazzo Barbaro an einem venezianischen Kanal, und Tiepolo legte das Ganze so an, dass man meinen sollte, das Dach habe sich zum Himmel geoeffnet. Eine Gestalt beugt sich heraus und verkuerzt sich steil ueber dem Betrachter, eine Trompete weist nach oben, gemalte Wolken ziehen an dem echten Stuckrahmen vorbei. Das Personal ist eine Allegorie der Familie, die darunter wohnte. Die Tapferkeit mit einem Loewen steht fuer die Barbaro selbst. Der Ruhm blaest die Trompete, der Ueberfluss schuettet ein Fuellhorn aus, die Klugheit haelt ihre Schlange. Ein stolzes altes venezianisches Haus feierte hier den eigenen Namen, in einer Zeit, als Venedig als Macht leise verblasste, und Tiepolo war der letzte grosse Deckenmaler, den die Stadt hervorbrachte. Spaeter schnitt man die Leinwand aus dieser Decke und verschiffte sie nach New York, ein unregelmaessiges Oval von fast fuenf Metern Laenge.




