
Die Vorsteher der Amsterdamer Bogenschützengilde (St.-Sebastians-Gilde)
Details
Die Geschichte
Die Amsterdamer Langbogenschützen waren in der Gilde des heiligen Sebastian organisiert, einer der drei Schützengilden der Stadt. 1653 ließen sich ihre vier Vorsteher von Bartholomeus van der Helst malen, zusammen mit dem Silberschatz der Gilde. Das große Gruppenbild hängt heute im Rijksmuseum, und diese kleinere, leicht abgewandelte Fassung hilft, es richtig zu lesen. Auf dem Amsterdamer Bild steht 1657, doch die Sieben wurde nachträglich über eine Drei gemalt. Hier trägt die Schiefertafel am Boden Signatur und ursprüngliches Datum, 1653. Außerdem wurde das große Gemälde später rechts beschnitten, und genau dort stehen in der Pariser Fassung noch die Söhne der Vorsteher mit ihren Bögen. Seltsamerweise sind auf der Tafel ihre Namen notiert und nicht die der Väter. Ganz links, mit einem vergoldeten Pokal in der Hand, sitzt Frans Banning Cock, der Hauptmann im Zentrum von Rembrandts Nachtwache. Er ist zugleich der erste bekannte Besitzer dieses Bildes. 1784 wurde es für Ludwig XVI. erworben, und als der Louvre 1793 als öffentliches Museum öffnete, hing es dort unter einem falschen Titel, als Preisverleihung durch Bürgermeister.




