
Titian · PD
Zigeunermadonna
Details
Die Geschichte
Dieses frühe Werk Tizians trägt seit langem den Namen Zigeunermadonna, den ihm die dunklen Haare und der bräunliche Teint der Maria eingebracht haben. Der junge Maler stand hier noch im Bann seines Lehrers Giovanni Bellini: Aufbau und Ehrentuch hinter der Madonna folgen dessen Vorbild fast Punkt für Punkt. Doch Tizians Maria wirkt wärmer und körperlicher, eher wie eine junge Frau aus Venedig als wie ein reines Andachtsbild. Röntgenaufnahmen haben etwas Aufschlussreiches gezeigt. Ursprünglich blickte das Christuskind den Betrachter an, wie es bei Bellini üblich war, doch Tizian drehte ihm den Kopf und ließ es zur Seite schauen. Hinter dem Tuch öffnet sich rechts eine kleine Landschaft mit einem Baum und fernen Hügeln, wie Tizian sie aus den Bildern des früh verstorbenen Giorgione kannte.




