
Die Herengracht in Amsterdam
Details
Die Geschichte
Im April 1788, ein Jahr nachdem Ludwig XVI. ihn als Finanzminister entlassen hatte, ließ Charles-Alexandre de Calonne seine Gemälde in Paris versteigern. Der Kunsthändler Jean-Baptiste-Pierre Le Brun verfasste den Katalog und beschrieb diese kleine Tafel als holländische Kanalansicht mit Figuren von Adriaen van de Velde, jenem Landschaftsmaler, den Jan van der Heyden gelegentlich für die Staffage seiner Straßen hinzuzog. Die Behauptung hielt sich und stand 1857 bei einer weiteren Versteigerung erneut im Katalog.
Nach Auffassung des Louvre stammen die Figuren jedoch sicher von van der Heyden selbst. Der Kanal ist die Herengracht, die vornehmste der drei großen Amsterdamer Grachten und einer der Lieblingsorte des Malers. Die drei reichen Patrizierhäuser mit ihren Giebeln ließen sich identifizieren. Entstanden ist das Bild um 1668 bis 1674, und eine sehr ähnliche zweite Fassung befindet sich in Privatbesitz.



