
Der kleine Jupiter, von der Ziege Amalthea genährt
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Die Geschichte
Ovid erzählt die Geschichte in seinen Fasti, einem Gedicht über den römischen Festkalender. Saturn hatte gehört, dass ihn einer seiner Söhne stürzen werde, und verschlang deshalb jedes Kind gleich nach der Geburt. Den kleinen Jupiter versteckte seine Mutter auf dem Berg Ida auf Kreta, und dort nährte ihn eine Nymphe mit der Milch der Ziege Amalthea, damit sein hungriges Schreien den Vater nicht auf die Spur brachte. Bei Jordaens melkt die Nymphe die Ziege, und das Kind hält ein Fläschchen in der Hand. Der Louvre setzt das Bild an den Anfang der 1630er Jahre. Wenig später stach der ebenfalls in Antwerpen tätige Kupferstecher Schelte Bolswert die Komposition mit einigen Abweichungen, und sein Blatt verrät, dass die Leinwand oben beschnitten worden sein muss. Deshalb ist die Geste des Satyrs heute kaum noch zu verstehen. Er schwenkt einen Zweig, um das Kind abzulenken, bei Bolswert ist es ein Tamburin. Das Gemälde wanderte durch englische Sammlungen und wurde 1817 für Ludwig XVIII. erworben, zwei Jahre nachdem die Alliierten dem Louvre die von Napoleons Armeen nach Paris gebrachten Werke wieder abgenommen hatten.




