
Das Innere der Cunerakerk in Rhenen
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1938 gab das Ferdinandeum in Innsbruck dieses Bild ab. Das Museum hatte es 1887 erworben und tauschte es gegen ein Bildnis von anderer Hand. Über eine Auktion in Wien und einen Zürcher Kunsthändler kam es 1951 ins Mauritshuis. Gemalt hat Pieter Saenredam hier die Cunerakirche in Rhenen. Im Mittelalter pilgerten die Menschen zu den Reliquien der heiligen Cunera, die man dort seit dem achten Jahrhundert verehrte, und im 15. Jahrhundert entstand der große spätgotische Bau. Seit 1580 diente er der reformierten Gemeinde, und so zeigt Saenredam ihn weiß getüncht und fast leer. An einem Pfeiler hängt ein rautenförmiger Totenschild mit Wappen, zwei Kronleuchter schweben an langen Schnüren. Den Tag der Vollendung schrieb der Maler auf einen Grabstein im Boden, den 30. April 1655.




