
Der kleine Redner. Die Kinder von Ayscoghe Boucherett
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Die Geschichte
Als Lawrence das Bild 1800 in der Royal Academy ausstellte, hieß es im Katalog Der kleine Redner, und genannt wurde der Vater der Kinder, Ayscoghe Boucherett, Mitglied des Parlaments. Der Redner ist der Junge in Rot, der junge Ayscoghe, damals etwa acht, umgeben von seinen drei Schwestern, der ältesten Emilia, Juliana und der zwei- oder dreijährigen Maria. Ihre Mutter Emily Crockatt war die Stieftochter des Londoner Finanzmanns John Julius Angerstein, und diese Verwandtschaft sorgte für ein Jahrhundert Verwirrung. In den 1890er Jahren hielt man das Bild für eine andere Gruppe von Angerstein-Kindern, die Lawrence erst Jahre später malte und 1808 ausstellte und die heute in Berlin hängt.
Unter diesem falschen Namen tauchte es 1893 bei einem Londoner Händler auf, und der Louvre-Konservator Paul Leprieur reiste eigens nach London, um es zu sehen. Er kam begeistert zurück, gekauft wurde es trotzdem nicht. Das Gemälde blieb in englischem Besitz und wurde 1967 bei Sotheby's versteigert, immer noch als die Angerstein-Kinder. Sein letzter privater Besitzer war der bolivianische Zinnmagnat Antenor Patiño, der in Paris lebte. Als das Bild 1975 bei der Ausfuhr den französischen Zoll passierte, kaufte die Gesellschaft der Freunde des Louvre es ihm für das Museum ab.




