
Die Lotterie auf der Piazza di Montecitorio
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Die Geschichte
Auf dem Balkon des Palazzo Montecitorio, wo heute die italienische Abgeordnetenkammer tagt, wird gerade die Lotterie gezogen. Ein Mann hat den Gewinnzettel losgelassen, und das Papier segelt hinunter auf den Platz. Ab 1743 fand die Ziehung in Rom neunmal im Jahr statt, der Erlös ging an wohltätige und kirchliche Zwecke, und so blieb es bis 1870, dem Jahr, in dem die päpstliche Herrschaft über Rom endete. Panini malte das Bild 1743 oder 1744. Unten drängt sich die ganze Stadt, Damen in weiten Seidenröcken, Marktleute, Männer, die ihre Lose studieren. Die Mark-Aurel-Säule steht eigentlich auf dem Nachbarplatz, doch Panini hat die Perspektive so zurechtgerückt, dass sie noch hineinpasst. Gemalt wurde das Werk für Kardinal Domenico Orsini. In die National Gallery kam es 2006 als Ersatz für Erbschaftssteuer.




