
Paolo Veronese · PD
Die Madonna der Familie Cuccina
Details
Die Geschichte
Wer heute vor dem Bild steht, sieht die Mutter der Familie Cuccina in einem weinroten Kleid. Veronese hatte es um 1571 in leuchtendem Zinnoberrot mit orangefarbenen Einsprengseln gemalt. Für die Ausstellung des restaurierten Zyklus 2018 ließ die Dresdner Gemäldegalerie am Computer rekonstruieren, wie die Farben vor rund 450 Jahren ausgesehen haben dürften. Veronese hatte teils Pigmente verwendet, die rasch verblassen, und manches Blau und Grün ist längst ins Bräunliche umgeschlagen. Eine Restaurierung kann das nicht rückgängig machen. Das Bild selbst ist ein Votivbild. Die reiche Kaufmannsfamilie kniet wie auf einer Bühne vor der Muttergottes, bei ihr stehen Johannes der Täufer und der heilige Hieronymus, und weibliche Tugendfiguren führen die Stifter heran. Rechts im Hintergrund erhebt sich ihr eigener Palast am Canal Grande, für dessen Festsaal die vier Bilder des Zyklus bestimmt waren.





