Das Zauberbankett mit der gebannten Dame
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Die Geschichte
Am Michaelistag 1634 führte der Haushalt des Earl of Bridgewater auf Ludlow Castle, an der Grenze zu Wales, eine Maske auf, ein höfisches Spiel mit Musik, zur Feier seines neuen Amtes als Lord President von Wales. Den Text schrieb John Milton, damals Mitte zwanzig, und die Hauptrolle, die Lady, spielte die 15-jährige Tochter des Earls, Alice. Ihre beiden jüngeren Brüder gaben die Brüder, die nach ihr suchen. Im Stück verirrt sich die Lady im Wald und wird in den Palast des Comus gelockt, eines Sohnes von Bacchus und der Zauberin Circe. Er setzt sie auf einen verzauberten Stuhl, von dem sie nicht aufstehen kann, und reicht ihr seinen Becher. Sie weigert sich zu trinken. Blake malte genau dieses Gegenüber. Links sitzt die Lady wie festgebannt, Comus hält ihr den Becher hin, und um die Tafel drängt sich sein Gefolge mit Tierköpfen, Katze, Elefant, Löwe, denn bei Milton verwandelt sein Trank die Gesichter der Trinkenden in die von Tieren. Das Blatt gehört zu einer Folge von acht, die Blake zu dem Stück malte. Ins Museum of Fine Arts kam die Folge als Geschenk von Isabella Stewart Gardner, der Bostoner Sammlerin, die später in der Stadt ihr eigenes Museum baute, und des Philanthropen George Nixon Black.




