Die Großmut Elisas, Denkmal für Elisa Baciocchi (Gipsmodell)

Die Großmut Elisas, Denkmal für Elisa Baciocchi (Gipsmodell)


Details

Jahr
1810
Technik
Gips
Gattung
Skulptur
Maße
228 × 136 cm

Die Geschichte

Bartolini begann diese Gruppe 1808, als Napoleons Schwester Elisa Baciocchi über Lucca herrschte und bald Großherzogin der ganzen Toskana werden sollte. Sie sitzt als Minerva da, mit Diadem, Zepter und der Schlange der Göttin zu ihren Füßen, und legt den Arm um einen Genius, einen Schutzgeist, der eine Schriftrolle hält, wohl ihre neuen Gesetze. Der Titel lautet Großmut der Elisa, und gedacht war das Denkmal vermutlich für einen Platz in Carrara. Der Sturz des Kaiserreichs brach die Arbeit ab. Als Elisa 1820 in Triest starb, bat ihr Mann Felice den Bildhauer, daraus ihr Grabmal für die Kirche San Petronio in Bologna zu machen. Dorthin kam der Marmor nie. Die Familie verkaufte ihn an den Bologneser Adligen Massimiliano Malvezzi Angelelli, der ihn als Grab seiner Familie auf dem Friedhof der Certosa aufstellte, wo die sitzende Frau einfach eine Minerva geworden ist. Welche Phase der Gips festhält, ist bis heute umstritten. Museum und staatlicher Katalog datieren ihn zwischen 1808 und etwa 1813, als Denkmal für eine lebende Herrscherin, ältere Forschungen hielten ihn für die Grabmalfassung nach 1820.

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