
Der Mandolinenspieler
Details
Die Geschichte
Als Édouard Manet 1865 nach Madrid reiste, beeindruckte ihn vor allem ein Bildnis von Velázquez: ein Hofnarr, der allein im leeren Raum steht, nur von seinem eigenen Schatten begleitet. Ein Jahr später malte er den Pfeifer, einen Knaben in Uniform vor einem flachen, neutralen Grund. Das Bild kam 1911 in die französischen Staatssammlungen, und 1930 antwortete Derain darauf mit diesem Mandolinenspieler. Das Museum spricht von einer erfundenen Figur, gemalt im Zwiegespräch mit Manet und der spanischen Malerei. Der Musiker hebt sich von einem kahlen Ockergrund ab, in dem die Pinselstriche ständig die Richtung wechseln. Das Licht auf dem Hemd liegt in dicken weißen Farbschichten, die Schatten in kräftigen schwarzen Zügen. Am Hals der Mandoline kehrt sich der Kontrast um, helle Saiten auf dunklem Holz. Kleine weiße Tupfer lassen Augen, Nase und Lippen aufleuchten.




