
Nicolas Poussin · PD
Das Martyrium des heiligen Erasmus
Details
Die Geschichte
Am 5. Februar 1628 ubertrug die Bauhutte von Sankt Peter dem erst kurz zuvor nach Rom gekommenen Franzosen Poussin das Altarbild fur den Erasmus-Altar in der Basilika. Es war die Chance seines Lebens, und er verdankte sie Cassiano dal Pozzo, dem Sekretar des Kardinals Francesco Barberini, nachdem der Auftrag Pietro da Cortona wieder entzogen worden war. Poussin versuchte sich an der grossen barocken Manier, theatralisch und laut, die eigentlich nicht die seine war. Er wahlte den grausamsten Augenblick des Martyriums: Bischof Erasmus liegt ausgestreckt da, wahrend die Henker seine Eingeweide um eine Winde wickeln. Das Werk fand wenig Beifall. Von da an liess Poussin die grossen offentlichen Auftrage und wandte sich kleinen Bildern fur wenige Sammler zu. Dieses Altarbild blieb seine einzige Arbeit fur Sankt Peter und hangt heute in der Vatikanischen Pinakothek.




