
Jan Davidsz. de Heem · PD
Die bedrohte Mahlzeit. Stillleben mit schwarzem Diener und Papagei
Details
Die Geschichte
Jan Davidsz. de Heem zog Mitte der 1630er Jahre von Utrecht nach Antwerpen, und sein früher Biograf Arnold Houbraken nennt dafür einen ganz praktischen Grund: In Antwerpen bekam er seltene Früchte in einem Zustand, in dem man sie nach der Natur malen konnte. 1641 war der Antwerpener Hafen seit Jahrzehnten für die Seefahrt gesperrt, flussabwärts von den Niederländern blockiert, und die Maler der Stadt belieferten Europa trotzdem weiter mit Bildern des Überflusses. Dies ist sein größtes Bankettstück, über zweieinhalb Meter breit. Hummer, Granatäpfel, Feigen, Silbergerät, ein Globus, zwei Papageien. Die Gefahr im Titel ist der Affe, der zum Tisch hinaufklettert, während ihn ein Junge hinter der Säule abzufangen versucht. Diese Figur stammt von anderer Hand, von dem Antwerpener Spezialisten Thomas Willeboirts Bosschaert. Zwischen dem Silber stehen eine Uhr und ein Spiegel, in dieser Art Bild der übliche Hinweis darauf, dass das Mahl nicht bleiben wird.




