
Paul Gauguin · PD
Der Mond und die Erde
Details
Die Geschichte
1893 malt Gauguin auf Tahiti, damals eine französische Kolonie, eine alte polynesische Sage. Hina, der weibliche Geist des Mondes, bittet Fatu, den männlichen Geist der Erde, den Menschen das ewige Leben zu gewähren. Fatu lehnt ab. Nackt steht sie im Vordergrund, die Arme flehend erhoben. Dahinter hört er ihr riesengroß mit einem steinernen, unnachgiebigen Gesicht zu. Der Größen- und Farbunterschied der beiden führt ihren uralten Streit vor Augen. Diese Mythologie verdankt Gauguin weniger den Erzählungen seiner tahitianischen Freunde als einem französischen Reisebuch, das er abgeschrieben hatte. Im selben Jahr brachte er diese Leinwände nach Paris und stellte sie aus. Die Kritik blieb kühl, und verkauft wurde kaum etwas.




