
Die Muse Thalia
Details
Die Geschichte
Das Museum führt die Figur als Thalia, die Muse der Komödie, doch die Flöte, die sie mit beiden Händen hebt, ist eigentlich das Attribut der Euterpe, der Muse der Musik und der lyrischen Dichtung. Darum trägt das Bild auch den Namen Die Muse des Anakreon. Modell war Böcklins erwachsene Tochter Clara, 1893 längst eine junge Frau und nicht mehr das Kind früherer Bildnisse. Vor dunklem Grund hebt er das Rot ihres Haares hervor und verwandelt ein vertrautes Gesicht aus dem eigenen Haushalt in eine ideale Gestalt aus der griechischen Dichtung. Anakreon, dessen Name dem Bild anhaftet, war ein griechischer Dichter des 6. Jahrhunderts v. Chr., bekannt für Verse über Wein und Liebe, und die Doppelflöte ist der Ton, mit dem Böcklin sie in jene alte Welt versetzt.




