
Die Geburt Christi
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1933 hing diese Geburt Christi in London, in der Eingangshalle der italienischen Botschaft am Grosvenor Square, neben einer Bronzebüste Mussolinis und einem Marmortisch aus dem 16. Jahrhundert, der aus dem römischen Palazzo Barberini stammte. Mit 48 weiteren Werken war sie als Leihgabe aus Turin dorthin geschickt worden. Schon im folgenden Jahr kam sie mit zehn anderen Stücken zurück, die man für die Londoner Residenz als ungeeignet ansah.
Staatsbesitz war das Bild damals erst seit Kurzem. Der piemontesische Industrielle Riccardo Gualino hatte 1928 einen Teil seiner Sammlung in der Galleria Sabauda gezeigt und danach, ermutigt durch die gute Aufnahme, einen großen Teil davon der Galerie geschenkt, eine Schenkung, die 1930 abgeschlossen wurde. Vorher hatte das Bild der Familie Tommasi in Cortona gehört, der Heimatstadt Signorellis.
Datiert wird es meist auf etwa 1497 oder 1498, weil es den Fresken sehr nahesteht, die Signorelli in diesen Jahren in der Abtei Monte Oliveto Maggiore bei Siena malte. Der Kunsthistoriker Lionello Venturi, Gualinos Berater, setzte es etwas später an, in die ersten Jahre nach 1500. Ursprünglich auf Holz gemalt, wurde es später auf Leinwand übertragen. Weit hinter der Heiligen Familie bringt ein Engel den Hirten die Botschaft.




