
Nördliches Querschiff und Chorkapelle der Janskerk in Utrecht
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Die Geschichte
1636 verbrachte Saenredam rund fünf Monate in Utrecht und zeichnete eine Kirche nach der anderen. Im selben Jahr gründete die Stadt ihre Universität, und die bekam eine Bibliothek, die schon in einer dieser Kirchen stand. Seit 1584 war im Chor der Janskerk, der Johanniskirche, die Stadtbibliothek untergebracht, aufgebaut aus Büchern, die man nach der Reformation den Klöstern und Stiften abgenommen hatte. Ab 1636 diente sie zugleich der Universität, und erst 1820 zog sie aus.
Die Kirche selbst stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie gehörte zu den Kirchen, die die Utrechter Bischöfe in Form eines Kreuzes um ihren Dom gelegt hatten. Saenredam blickt hier in das nördliche Querschiff, unter hellen Rippengewölben, auf eine hölzerne Abschrankung und ein paar kleine Gestalten auf dem Steinboden. Gemalt hat er die Tafel 1655 in Haarlem, fast 20 Jahre nach der Zeichnung. Von dieser Kirche gibt es drei Gemälde von ihm, die beiden anderen hängen in Utrecht und Rotterdam.
Dieses ist eine zugesagte Schenkung der Bostoner Sammler Susan und Matthew Weatherbie und als Leihgabe im Museum of Fine Arts.




