
Frederic Leighton · PD
Die Flitterwochen des Malers
Details
Die Geschichte
Mitte der 1860er Jahre machte sich Frederic Leighton in London mit großen klassischen und mythologischen Stoffen einen Namen, oft mit Akten nach der Antike. Dieses Bild hat damit nichts zu tun. Ein junger Maler ist in sein Skizzenbuch vertieft, und seine frisch angetraute Frau lehnt sich an ihn, den Kopf ganz nah an seinem, und verfolgt die Arbeit seiner Hände. Es ist ein privater, alltäglicher Augenblick, für ihn ungewöhnlich zärtlich. Leighton malte ihn um 1864, während er durch Europa reiste und sich in die Kunst der italienischen Renaissance vertiefte, und man spürt es an der ruhigen, fast skulpturalen Art, wie die beiden Gestalten ineinandergefügt sind. Hinter ihnen machte ihm ein Orangenbaum zu schaffen: aus der Nähe wirken die Früchte seltsam emailliert.




