
Die Prinzessinnen Sibylla, Emilia und Sidonia von Sachsen
Details
Die Geschichte
Die drei prächtig gekleideten Mädchen mit den schweren Goldketten sind Schwestern, Sibylla, Emilia und Sidonia, Töchter Herzog Heinrichs des Frommen von Sachsen, aus der albertinischen Linie, also der jüngeren Linie des Hauses, dem Cranach diente. Wann er sie malte, ist bis heute umstritten. Die Vorschläge reichen von etwa 1526, als sie ungefähr 11, zehn und acht Jahre alt waren, bis um 1535, der heutigen Datierung des Museums, als sie auf die 20 zugingen. Alle drei heirateten Fürsten. Emilia wurde 1533 die Frau des Markgrafen Georg von Brandenburg-Ansbach, eines Bruders jenes Markgrafen Kasimir, den Cranach 11 Jahre zuvor porträtiert hatte. Sibylla heiratete 1540 den Herzog von Sachsen-Lauenburg. Am schwersten traf es Sidonia. 1545 heiratete sie Herzog Erich II. von Braunschweig-Calenberg, zehn Jahre jünger als sie, der später zum katholischen Glauben zurückkehrte, sie praktisch unter Hausarrest stellte und ihr, als er erkrankte, Hexerei vorwarf. In dieser Sache wurden vier Frauen als Hexen verbrannt, bevor ein Gericht Sidonia 1574 freisprach. Das erste Wiener Inventar, das das Bild erfasst, um 1612 bis 1618 angelegt, nennt es schlicht drei Jungfrauen vom Krainacher.




