Der verlorene Sohn verlässt sein Elternhaus

Bartolomé Esteban Murillo · PD

Der verlorene Sohn verlässt sein Elternhaus


Details

Jahr
1660
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
27 × 34 cm

Die Geschichte

Eine Röntgenaufnahme hat eine alte Frage entschieden. Auf der großen Dubliner Leinwand mit derselben Szene stand im Hintergrund ein großes Ruinengebäude, das Murillo später übermalte. Auf der Röntgenaufnahme dieser kleinen Fassung, 27 mal 34 Zentimeter, findet sich davon keine Spur. Als er sie malte, hatte er das Gebäude also bereits aufgegeben, und damit fällt die Vermutung weg, solche Bildchen seien Vorarbeiten oder Ansichtsstücke für den Auftraggeber gewesen. Übrig bleibt das ricordo, eine Erinnerung, die der Maler für sich von seinen aufwendigsten Arbeiten festhielt. Der Prado besitzt vier dieser sehr locker gemalten kleinen Leinwände zur Parabel vom verlorenen Sohn. Die sechs großen Fassungen sind seit 1987 in Dublin, als Geschenk von Alfred und Clementine Beit an die National Gallery of Ireland. Zwei Szenen fehlen in Madrid, die Vertreibung aus dem Freudenhaus und die Heimkehr, und ob sie verloren gingen oder nie entstanden, ist offen.

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