Irische Nationalgalerie

Irische Nationalgalerie

Dublin, Irland · Website


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Die Geschichte

Jahrzehntelang hing ein dunkles religiöses Gemälde im Speisesaal eines Jesuitenhauses in der Leeson Street in Dublin, gehalten für eine Kopie eines niederländischen Caravaggio-Nachfolgers. 1990 erkannte ein Restaurator der National Gallery of Ireland, den man zum Reinigen einiger Jesuitenbilder geschickt hatte, dass er das Original vor sich hatte: Caravaggios Gefangennahme Christi, um 1602 gemalt und fast zwei Jahrhunderte verschollen. Judas beugt sich vor, um Jesus zu küssen, während im Fackelschein eine Rüstung aufblitzt. Die Jesuiten gaben es als Dauerleihgabe an die Galerie, wo die Besucher heute dafür Schlange stehen.

Das Museum wurde 1864 eröffnet und wuchs zum Teil durch ein unwahrscheinliches Einkommen. Der Dramatiker George Bernard Shaw verdankte der Galerie nach eigenem Bekunden einen Großteil seiner Bildung, als Junge streifte er durch ihre Säle, und er vermachte ihr ein Drittel seiner Tantiemen. Als sein Stück Pygmalion zum Musical My Fair Lady wurde, floss das Geld reichlich und bezahlte über Jahre neue Gemälde.

Neben dem Caravaggio ist die Sammlung stark in der irischen Kunst, mit einem ganzen Saal für Jack B. Yeats, den Bruder des Dichters, und seine lockeren, farbstarken Szenen des irischen Lebens.

Das ganze Museum in der Tasche. MuseScope ist fast da.

Sammlung

20 Werke