Die Entrückung des heiligen Paulus

Die Entrückung des heiligen Paulus


Details

Künstler
Domenichino
Museum
Louvre
Jahr
1607
Technik
Öl auf Kupfer
Gattung
Gemälde
Maße
50 × 38 cm

Die Geschichte

Im zweiten Brief an die Korinther schreibt Paulus von einem Menschen, der bis in den dritten Himmel entrückt wurde und unsagbare Worte hörte, die kein Mensch aussprechen darf. Man hat darin stets Paulus selbst erkannt. Domenichino malt diesen Augenblick auf eine Kupferplatte von kaum einem halben Meter Höhe, drei kleine Engel tragen den Apostel empor, die Arme weit ausgebreitet, der rote Mantel bauscht sich um ihn.

Das Bild entstand um 1607 oder 1608 für Monsignore Giovanni Battista Agucchi, einen gelehrten Geistlichen, der den Haushalt des Kardinals Pietro Aldobrandini in Rom führte und den jungen Maler früh förderte. Es gehörte zu drei kleinen Bildern für denselben Auftraggeber. Ein heiliger Hieronymus ist erhalten, ein betender heiliger Franziskus verschollen. Vor 1643 war die Kupfertafel in Paris, ihr Besitzer schenkte sie dem Jesuitenhaus in der Rue Saint-Antoine, und um 1685 ging sie von den Jesuiten an Ludwig XIV. Der Louvre besitzt auch Nicolas Poussins Fassung des Themas, rund 40 Jahre später für den Dichter Paul Scarron gemalt.

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