
Das Opfer Gideons
Details
Die Geschichte
Ein alttestamentliches Thema ist bei Boucher selten, berühmt wurde er mit Mythologien. Im Buch der Richter drischt Gideon heimlich Weizen, versteckt vor den plündernden Midianitern, als ihm ein Engel erscheint und verkündet, er werde Israel retten. Gideon bittet um ein Zeichen und bringt Fleisch und ungesäuerte Fladen. Der Engel berührt sie mit der Spitze seines Stabes, aus dem Felsen schlägt Feuer und verzehrt das Opfer, und der Engel verschwindet.
Der Louvre datiert das Bild zwischen 1725 und 1730, in Bouchers Wartejahre. 1723 hatte er mit 20 den ersten Preis der Königlichen Akademie gewonnen, der normalerweise einen Platz an der Französischen Akademie in Rom einbrachte, doch der Platz kam nie. Er blieb in Paris, lebte von Kupferstich und Buchillustration und reiste erst 1728 nach Italien, auf eigene Kosten. Ein großes biblisches Thema war für den jungen Maler eine Gelegenheit, sich in der Historienmalerei zu beweisen.
Die 126 Zentimeter hohe Leinwand wurde dem Louvre 1983 geschenkt, doch der Schenker behielt das Nutzungsrecht bis 1997.




