
Gustave Courbet · PD
Die Grotte Sarrazine
Details
Die Geschichte
1864 zog Gustave Courbet durch die Franche-Comté, seine Heimatgegend im Osten Frankreichs, und malte dort fast nur Wasser, das aus dem Kalkstein tritt, die Quelle der Loue, den Puits Noir, den Gour de Conche.
Die Grotte Sarrazine bei Nans-sous-Sainte-Anne ist ein Höhlenportal von etwa 100 Metern Höhe und 30 Metern Breite. Fast das ganze Jahr liegt sie trocken. Erst wenn es lange geregnet hat, drückt der unterirdisch laufende Lison hier heraus, und der Bach davor führt Wasser, wenige Tage im Jahr. Genau diesen Zustand hat Courbet gemalt, auf einer Leinwand von 46 mal 55 Zentimetern, die seit 1900 in Lons-le-Saunier im Jura hängt. Vorn sitzt ein einzelner Angler, der dem Felsloch seinen Maßstab gibt, obwohl in einem Bach, der so selten fließt, kaum etwas zu fangen sein dürfte.




