
Pierre-Auguste Renoir · PD
Die Seine bei Chatou
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Die Geschichte
Dass Farben einander verändern, wenn sie nebeneinanderstehen, hatte ein Chemiker beschrieben. Michel-Eugène Chevreul, Leiter der Färberei an der Pariser Gobelin-Manufaktur, veröffentlichte 1839 sein Gesetz vom Simultankontrast, und es sprach sich unter Malern herum. Die Kuratoren in Boston halten es für möglich, dass Renoir bei diesem Frühlingsbild vom Seineufer in Chatou daran dachte, denn es besteht fast nur aus Gelbgrün und Lila, zwei Tönen, die sich gegenseitig steigern. Alles ist in einzelne Pinselstriche aufgelöst. Grüne und gelbe Fäden lassen einen Windhauch durchs Gras laufen, ein Gewimmel weißer und rosa Flecken wird zum blühenden Baum. Rechts pflückt ein Mädchen Blumen, gemalt mit denselben lockeren Tupfern wie die Wiese, sodass es fast darin verschwindet. Renoir verkaufte das Bild erst 1891 an Durand-Ruel. Im September 1919 schenkte Arthur Brewster Emmons es dem Museum of Fine Arts, drei Monate vor Renoirs Tod.




