
Die Wendeltreppe des Palazzo Farnese in Caprarola
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Die Geschichte
Ein junger französischer Maler im Rom der 1760er Jahre musste seine große Architektur nicht immer erfinden. Rund 50 Kilometer nördlich der Stadt, in Caprarola, stand der fünfeckige Palast der Farnese, und darin eine Wendeltreppe, die Vignola im 16. Jahrhundert entworfen hatte, drei Geschosse hoch um gekuppelte Steinsäulen. Hubert Robert malte sie 1764, gegen Ende seines langen Italienaufenthalts, auf eine Leinwand von etwa 25 mal 34 Zentimetern. Die Stufen füllt er mit Alltag. Links kommt eine Frau mit einem Säugling im Arm herunter, ein Mann in Blau beugt sich neben einem roten Tuch über die Balustrade, und vom Treppenabsatz schaut eine Reihe Köpfe herab. Solche kleinen Bilder verkauften sich in Paris gut. Dieses ging zwischen 1773 und 1779 durch drei Versteigerungen und durch die Sammlung von Randon de Boisset, einem Finanzmann und einem der großen Pariser Sammler seiner Zeit.




