
Der Strohhut
Details
Die Geschichte
Um 1925, genauer wird das Museum nicht. Was das Bild in seine Zeit stellt, ist die Malweise. Vor einem weiß gekalkten Hof auf einer Insel steht eine junge Gestalt unter einem breiten Strohhut, die Farbe dick aufgetragen, die Pinselzüge stehen gelassen, wie sie gefallen sind. Oben füllen glühende Orangegelbtöne die Fläche, der ausgedörrte Sommerboden, darunter kühles Blaugrau, und die Nationalgalerie liest dieses Gegenüber als die Hitze selbst. Sie bemerkt zugleich, wie ruhig das Ergebnis bleibt, was bei dieser Art zu malen selten ist. Für das Museum gehört die Leinwand zum Kühnsten der frühen griechischen Moderne, und den geschlossenen Horizont samt der nach oben drängenden Anlage liest es als Ideogramm eines griechischen Sommers auf einer Ägäis-Insel, wahrscheinlich Tinos, von wo die Familie Lytras stammte.
