Die Tränen des heiligen Petrus

Die Tränen des heiligen Petrus


Details

Künstler
Anonym
Jahr
1637
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
137 × 113 cm

Die Geschichte

Links oben, auf dem Stumpf einer kannelierten Säule, steht ein Hahn. Er erinnert an die Nacht, in der Petrus dreimal leugnete, Jesus zu kennen, bevor der Hahn krähte. Die Galleria Borghese liest ihn doppelt, als Zeichen des Verrats und als Ankündigung der Morgendämmerung. In der Mitte sitzt der alte Apostel in einem braunen Mantel, die Hände ineinander verschränkt, Tränen in den Augen, den Blick in die Ferne gerichtet. Nach dem Konzil von Trient galten solche Tränen der Kirche als Beweis, dass Reue und Beichte selbst schwere Schuld tilgen, und das Thema wurde bei Malern sehr beliebt. Wer dieses Bild gemalt hat, ist offen. Ein Borghese-Inventar von 1833 nannte den Spanier Jusepe de Ribera, der in Neapel arbeitete. Später schlug man den in Rom tätigen Giacinto Brandi vor, und der Kritiker Roberto Longhi dachte an einen namenlosen Naturalisten um 1640. Das Museum ordnet es schlicht dem römischen Umkreis im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts zu.

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