
Titian · PD
Der Zinsgroschen
Details
Die Geschichte
Schon um 1516 hatte der junge Tizian diesen Wortwechsel aus dem Evangelium für den Herzog von Ferrara gemalt, eine kleine, fein vollendete Tafel, die heute in Dresden hängt. Rund 50 Jahre später griff er das Thema wieder auf, auf größerer Leinwand und mit viel freierem Pinsel. Ein Pharisäer hält eine Goldmünze hin und fragt, ob man Rom Steuern zahlen dürfe. Christus antwortet mit dem Satz, man solle dem Kaiser geben, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Eine Hand hebt er, mit der anderen weist er nach unten. Hinter dem Fragenden späht ein älterer Mann durch eine Brille. Das Bild war vermutlich bis Oktober 1568 fertig und ging an Philipp II. von Spanien. Rund 200 Jahre hing es in der Sakristei des Escorial, des königlichen Klosterpalasts. Christi blauer Mantel und der violette Schal des Pharisäers sehen heute anders aus als einst, weil die Pigmente gealtert sind. Die Galerie kaufte das Bild 1852.




