
Die Vereinigung von Zeichnung und Farbe
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Die Geschichte
Im Italien Renis teilte man die Malerei gern in zwei rivalisierende Tugenden. Der disegno, die Zeichnung, galt als Stärke von Florenz und Rom, das colore, die Farbe, als Stärke Venedigs. Um 1620 bis 1625 machte Reni aus diesem Streit ein Figurenpaar auf einer runden Leinwand. Ein junger Mann, der auf einem Blatt zeichnet, legt den Arm um eine Frau mit Palette und Pinseln, die beiden Künste versöhnt. Vielleicht befand sich das Bild schon 1626 in Amsterdam, in der Sammlung eines dortigen Kaufmanns. 1685 kaufte der Maler Gabriel Blanchard es in Flandern für Ludwig XIV., und das Thema ging ihn persönlich an. Im November 1671 hatte er vor der königlichen Akademie für Malerei in Paris vertreten, die Farbe zähle mindestens so viel wie die Zeichnung, gegen Kollegen, die sie für bloße Oberfläche hielten. Das Rundbild kam 1797 aus Versailles in den Louvre und verbrachte den größten Teil des 20. Jahrhunderts als Leihgabe im Schloss Maisons-Laffitte.




