
Thronende Maria mit Kind und Engeln
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Die Geschichte
Im Jahr 1412, so erzählte man, erschien die Jungfrau Maria in Faenza, einer Stadt in der Romagna, und ihre Erscheinung soll eine Pest beendet haben. Um ein Bild, das an dieses Wunder erinnerte, bildete sich eine Bruderschaft, und 1505 malte Lorenzo Costa für den Hochaltar ihres Oratoriums San Pietro in Vincoli ein vielteiliges Altarwerk. Diese Tafel war seine Mitte. Maria thront als Himmelskönigin ohne Krone vor einem grünen Ehrentuch aus Seide, wie man es hinter Königen aufhängte. Unter dem Thron öffnet sich eine Tür auf eine erfundene Landschaft mit einem Reiter und einem vertäuten Boot, und die ovalen Reliefs zu beiden Seiten zeigen Mariä Tempelgang und ihre Vermählung. Costa signierte oben auf dem Türsturz auf Latein, LAURENTIUS COSTA F 1505. Die Tafeln blieben bis 1766 in Faenza, und 1859 kaufte die National Gallery fünf von ihnen zusammen.




