
Filippino Lippi · PD
Maria mit dem Kinde und dem heiligen Johannes
Details
Die Geschichte
Im Florenz um 1480 waren kleine Tafeln wie diese ein verlässliches Geschäft für einen Maler. Bilder der Madonna mit dem Kind und dem kleinen Johannes dem Täufer hingen in den Schlafkammern wohlhabender Häuser als Hilfe beim Gebet, und da der Täufer der Stadtpatron von Florenz war, taucht er darauf besonders oft auf. Filippino Lippis Maria steht hinter einer Marmorbrüstung, gehüllt in einen blauen, grün gefütterten Mantel, und blickt besorgt nach unten. Das Kind pickt Kerne aus einem aufgeplatzten Granatapfel, der Frucht, die für die kommende Passion stand. Johannes schaut zu ihm auf, hält ein dünnes Rohrkreuz und rafft seinen roten Mantel. Auf der Brüstung liegen ein aufgeschlagenes Buch und eine Vase mit hellen Blüten, vielleicht ein Hinweis auf Maria als Gefäß, das Christus trug. In der Ferne erhebt sich hinter hohen jungen Bäumen eine Stadt mit Türmen.




