
Die Heimsuchung Mariä
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Die Geschichte
Am 29. März 1493 teilte Papst Alexander VI. den Bürgern von Orvieto mit, dass die Arbeiten an ihrem Dom ruhen müssten, denn der Maler, den sie verpflichtet hatten, Pinturicchio, werde nun in den päpstlichen Gemächern gebraucht. Dieser Brief gehört zu den wenigen festen Daten für die Ausmalung, die erstaunlich rasch vonstattenging, zwischen dem Herbst 1492 und Anfang 1494. Solches Tempo verlangte eine große Werkstatt und eine besondere Technik. Bei den Restaurierungen zeigte sich, dass hier nur zum Teil echtes Fresko vorliegt. Vieles ist a secco auf den trockenen Putz gemalt. Das ging schneller, erlaubte eine größere Auswahl an Pigmenten und gab Pinturicchio die Möglichkeit, die Arbeit seiner Gehilfen zu überarbeiten und zu korrigieren.
Die Lünette zeigt die Begegnung Marias mit ihrer älteren Verwandten Elisabeth. Beide erwarten ein Kind, Elisabeth den späteren Johannes den Täufer. Mit ihr beginnt die Reihe der sieben Heiligen dieses Raumes, die über die Einsiedler der Wüste und die Märtyrer bis zur biblischen Susanna reicht.




