
Claude Monet · PD
Seerosen - Sonnenuntergang
Details
Die Geschichte
Einen Feuerblitz, der uns blendet, nannte Georges Clemenceau dieses Bild in seinem Buch über die Seerosen, das 1928 erschien, ein Jahr nach der Eröffnung der Säle. Der Staatsmann war Monets enger Freund und hatte die Schenkung an Frankreich eng begleitet. Er sah hier die untergehende Sonne im vertrockneten Schilf eines winterlichen Sumpfes. Tatsächlich zeigt Monet die Sonne selbst gar nicht. Das goldgelbe Glühen im unteren Teil der Leinwand ist ihr Spiegelbild im Teich, davor stehen Schilf und hohe Gräser in raschen, gebogenen Strichen aus Grün und Braun. Daneben kippt das Wasser in dunkles Violett, die Seerosenblätter liegen im Schatten. Mit einer einzigen Tafel von sechs Metern ist dies die kleinste der acht Kompositionen. Ihr Platz ist genau gewählt. Die beiden ovalen Säle liegen in Ost-West-Richtung, parallel zur Seine, und Monet ordnete die Bilder nach dem Sonnenlauf. So hängt der Sonnenuntergang an der westlichsten Stelle des ganzen Ensembles.





