
Edward Burne-Jones · PD
Das Rad der Fortuna
Details
Die Geschichte
Burne-Jones arbeitete mit Unterbrechungen rund acht Jahre an dieser hohen Leinwand, vollendete sie 1883 und zeigte sie in der Londoner Grosvenor Gallery, dem modischen Zentrum der Ästhetischen Bewegung, wo seine traumhaften Bilder Menschenmengen anzogen. Eine riesige, ungerührte Göttin, Fortuna, dreht ihr Rad, an das drei nackte Männer gebunden sind, die mit seiner Drehung steigen und fallen: ein Sklave, ein gekrönter König und ein Dichter. Der Gedanke ist mittelalterlich, doch die muskulösen Körper kommen unmittelbar aus seinem Studium Michelangelos in Italien. Im selben Jahr kaufte Arthur Balfour das Werk, ein junger Politiker, der später britischer Premierminister werden sollte; es hing in seinem Haus, ehe es schließlich ins Pariser Musée d'Orsay gelangte.




