
Franz Marc · PD
Die weiße Katze
Details
Die Geschichte
Als die Nationalsozialisten 1937 die deutschen Museen nach „entarteter Kunst“ durchkämmten, verlor die Moritzburg in Halle sieben Gemälde von Franz Marc. Das Haus hatte ihn früh und in großer Breite gesammelt. Diese Katze blieb. Warum, ist bis heute ungeklärt. Eine Vermutung lautet, dass sie der Beschlagnahmekommission schlicht nicht modern genug vorkam. Tatsächlich fällt das Bild aus Marcs Jahr 1912 heraus. Während er mit Kandinsky den Almanach „Der Blaue Reiter“ herausbrachte und seine Tiere zunehmend in Farbfacetten zerlegte, malte er hier eine schlafende Katze mit klaren Umrissen. Sie liegt eingerollt auf einem gelben Kissen, darunter ein rotes Tuch mit goldenen Sternen. Gemalt ist sie in Öl auf Pappe, knapp 50 mal 60 Zentimeter groß, und sie zählt heute zu den beliebtesten Bildern des Museums.




