
Die Ringer
Details
Die Geschichte
Sechs Jahre bevor George Luks dieses Bild malte, hatte Thomas Eakins in Philadelphia zwei Ringer gemalt, einen Griff, so ruhig studiert wie ein Modell im Atelier. Luks, der ebenfalls in Philadelphia ausgebildet worden war und inzwischen in New York lebte, griff 1905 dasselbe Thema auf und machte fast alles anders. Eakins modellierte seine Körper mit glatten, vertriebenen Strichen, wie er es in Paris gelernt hatte. Luks setzt die Farbe dick und schnell auf. Er rückt uns an den Rand der Matte, so nah, dass der untere Ringer, kopfüber festgehalten, uns das Gesicht zuwendet. Hartes Licht holt die Leiber aus dem dunklen Grund, und das Museum vergleicht es mit dem Blitzlicht eines Pressefotografen, das Luks aus seinen Jahren als Zeitungszeichner kannte. Im Ringer links, mit gefurchter Stirn und gerötetem Gesicht, sehen die Kuratoren einen Verwandten der Spukgestalten aus Goyas Schwarzen Gemälden. Signiert ist das Bild unten rechts mit George Luks 1905, und 1945 verkaufte es die New Yorker Galerie Kraushaar an das Museum of Fine Arts.