
Paul Delaroche · PD
Die junge Märtyrerin
Details
Die Geschichte
Delaroche hatte sich mit großen, theatralischen Historienszenen einen Namen gemacht, doch dieses Bild, eines der letzten vor seinem Tod 1856, ist beinahe lautlos. Er malte es als Witwer, noch in Trauer um seine Frau Louise. Eine junge Christin treibt auf dem verdunkelten Tiber, die Hände gefesselt, ertränkt während der Verfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian, um das Jahr 300. Das Einzige, was im ganzen Bild leuchtet, ist der schmale goldene Heiligenschein über ihrem Kopf, so scharf, dass er vor dem Dunkel fast unwirklich wirkt. Oben in einer Ecke stehen zwei kleine Gestalten im Schatten und schrecken bei ihrem Anblick zurück. Eine frühere Fassung derselben Szene hängt in der Eremitage in Sankt Petersburg.




