Théo Hannon

James Ensor · CC0

Théo Hannon


Details

Künstler
James Ensor
Jahr
1882
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
69 × 49 cm

Die Geschichte

Théo Hannon war in Brüssel längst kein Unbekannter mehr, als ihn der junge James Ensor malte. Er schrieb Gedichte und Kunstkritiken, hatte in den 1870er-Jahren die Zeitschrift „L'Artiste“ mitgegründet, und 1881 war sein Gedichtband „Rimes de joie“ erschienen, mit einem Vorwort von Joris-Karl Huysmans und Radierungen von Félicien Rops. Für Ensor, der neun Jahre jünger war und in Ostende lebte, öffnete Hannon eine wichtige Tür. Er führte ihn in das Brüsseler Haus seiner Schwester Mariette und ihres Mannes Ernest Rousseau ein, eines Professors an der Freien Universität, wo Naturforscher, Literaten und Maler verkehrten. Auf dem Bild sitzt Hannon im Profil, im grauen Anzug, mit Kneifer, in den dunklen, pastosen Tönen von Ensors früher realistischer Phase. Rechts unten steht ENSOR 82. Nach Antwerpen kam das Porträt 1921, als Mitglieder des Ausstellungsvereins L'Art contemporain eine Reihe früher Werke Ensors erwarben und dem Museum schenkten.

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