
Sailko · PD
Die Diebe und der Esel
Details
Die Geschichte
Zwei Männer wälzen sich im Gras, der eine drückt den anderen zu Boden, dessen Gesicht zur Grimasse verzerrt ist. Daumier malte die Szene 1858 nach einer Fabel von Jean de La Fontaine aus dem Jahr 1668. Zwei Diebe prügeln sich um einen gestohlenen Esel, und während sie kämpfen, zieht ein dritter mit dem Tier davon. La Fontaine fügte eine politische Deutung hinzu. Der Esel, schrieb er, sei manchmal eine arme Provinz, und die Diebe seien dieser oder jener Fürst. Daumier gibt fast die ganze Leinwand dem Handgemenge, Esel und dritter Dieb sind im Schatten des Hintergrunds nur grob angedeutet. Das Bild gehörte dem Bildhauer Geoffroy-Dechaume, einem Freund Daumiers. Bei dessen Versteigerung 1893 kaufte es der Staat mit Hilfe eines anonymen Pariser Kunstfreunds für das Musée du Luxembourg, damals das Museum für lebende Künstler.




